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Warum man nicht das ganze Jahr dieselbe Pflege verwenden kann


Immer noch bin ich am rätseln, wie ich das hier mit den Neuigkeiten hinbekommen soll. Ich möchte, dass man etwas über Haut erfährt, ich möchte es aber auch nicht wie einen Lehrgang werden lassen. Es soll nichts sein, was sich anfühlt wie eine Pflicht. Und ich möchte nicht dreimal rüberlesen und Sorge vor der Veröffentlichung haben. Also denke ich schreibe ich einfach immer mal wieder in Stichpunkten auf, was mir so zu Hautpflege einfällt! Und formuliere das Thema in den Überschriften. Was für euch spannend klingt lest ihr, was nicht eben nicht. 

Regelmäßigkeit ist auch immer gut. Ich hab noch nie auf die Uhr geguckt wenn ich einen Beitrag von einer Person aus dem Internet lesen wollte, und bin zu sehr mit Apps aufgewachsen um den „pünktlich um 20 Uhr läuft die Tagesschau“-Tüdelüt mitzubekommen. Aber vielleicht ist es beruhigend zu wissen, dass hier wöchentlich am Mittwoch Beiträge erscheinen, und man die lesen kann wann man mag. :) (ich kann Dinge timen hab ich herausgefunden, zur Not schreibe ich Artikel vor und time es auf Mittwochs 18 Uhr. Regelmäßigkeit ist gut! )

Foto: Kristaps Grundsteins

Zum Schneefall draußen habe ich über Winterpflege siniert. Die Schwierigkeiten sind leicht erklärt: Alle Temperaturen unter 8°C lassen den hauteigenen Sebum langsamer fließen. Sebum ist dazu da die Haut vor transepidermalem Wasserverlust (Wasser das aus den Hautschichten kondensiert und ungehindert die Haut verlässt) zu schützen, und hat eine Konsistenz die vergleichbar ist mit der Konsistenz Butter. Denkt man also „in diesen Temperaturen wäre Butter sehr hart“, ist eure Fettproduktion im Gesicht vermutlich auch sehr hart und ließe sich schlechter verteilen. Das Sebum ist somit weniger „spreitfähig“, sprich kann sich schlecht schützend über die Haut verteilen und somit auch die Barriereschicht der Haut nicht sonderlich gut intakt halten. Um die Barriereschicht geht es fast immer bei der Hautpflege, denn sie erhält die Hautgesundheit. Es entstehen Lücken in der Barriereschicht. Durch diese Lücken kann das Wasser in den Hautschichten leichter kondensieren und verlässt durch die fehlende Barriereschicht ungehindert die tieferen Hautschichten. Da ein Feuchtigkeitsgehalt von mindestens 30% in der Haut essentiell für fast alle Hautprobleme ist (vorzeitige Hautalterung, Juckreiz, trockene Stellen etc.), muss man diesen Kreislauf unbedingt verhindern.

Warum die Creme aus dem Sommer nicht auch im Winter gut ist, ist dann auch schnell erklärt: der hohe Feuchtigkeitsanteil in Sommercremes hat zu wenige hautähnliche Lipide (fancy Wort für Fette), um die Barriereschicht wiederaufzubauen. Schlimmer noch: Glycerin, Sodium PCA und alle sonstigen feuchtigkeitsspendenden Inhaltsstoffe die oft und hervorragend in Sommercremes funktionieren, können nur die Feuchtigkeit aus der Umgebungsluft einschließen, und funktionieren nur so gut wie die Raumfeuchtigkeit eben gerade ist. Trockene Heizungsluft kann Glycerin oder Sodium PCA nicht in die Haut einschleusen. Außerdem: wenn die Feuchtigkeit aus den wasserhaltigen Cremes aufgrund der Heizungskuft zu schnell auf der Haut verdunstet, liegen die Nährstoffe zu nah an der Hautoberfläche auf, anstatt tief in die Haut einzuziehen. Dort bleiben sie dann liegen und sorgen dort für Hautirritationen.

Was macht man also konkret im Winter:
Man erhöht zunächst einmal den Fettanteil in einer Emulsion (sprich verändert die Rezeptur zur Herstellung einer Emulsion (anderes Wort für Creme), sodass sie an die derzeitigen Bedürfnisse angepasst ist). Reifere Haut profitiert hier von Ölen wie Avocadoöl, jüngere Haut eher von Mandelöl (oder bei unreifer Haut Traubenkernöl). So kann die Barriereschutzschicht aufgebaut werden und der Feuchtigkeitsverlust gehemmt werden. Wer das Gefühl von festeren Cremes gerne mag, kann Bienenwachs oder Lanolin verwenden, als vegane Variante auch Kakaobutter, welche sich an die Hornschicht heften und die Haut nach außen hin abschirmen. Wintercremes sind dementsprechend oft stabiler und haben eine geringere Wasserphase. 

Während ich das aber hier alles vor mich hin tippe, fällt mir jedoch etwas auf: Aus den Gesprächen bei Instagram kristallisiert sich heraus, dass es mehr die Suche nach einem wirklich funktionierenden und ethisch korrekten Produkt ist, was die Leser interessiert. Und Zweitens: dass man es selbst hergestellt hat und weiß was drin ist (vorbildlich, übrigens!). Wäre es daher denn besser ich zeig euch eine Rezeptur und sage warum sie gut ist? Oder sage allgemein wie Kosmetik funktioniert, und gebe Hinweise auf gute Inhaltsstoffe für Rezepturen? Schreibt mir gern was ihr denkt, denn unser gemeinsames Ziel ist eine Hautpflege ohne Lügen, mit frischen, pflanzlichen Zutaten ohne Tierversuche und natürlich nährstoffreich. Und um das zu erreichen möchte ich hier nicht schlau daherreden, sondern bewirken dass was ich schreibe auch nachvollziehbar ist. Irgendwann wird Naturkosmetik München vielleicht eine elegante und seriöse pflanzliche Hautcremefirma, aber bis dahin müssen wir zusammen herausfinden wie man tatsächlich effektiv gegen den Schwindel in der Kosmetikbranche vorgeht. 

 

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