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Warum ich bisher mit keiner Kosmetik auf dem Markt zufrieden war


Photo: Kelly Sikkema
Keine Rede um den heißen Brei, stattdessen direkt zum Punkt: Meine Strategie für reine, strahlende Haut ist mit der Haut zu arbeiten, nicht gegen Sie. 
Unreinheiten, fahle Haut, frühzeitige Faltenbildung und matter Teint sind alles Symptome einer Ursache, und nicht das Problem selbst.
Und leider bekämpfen die meisten Behandlungen gegen Unreinheiten auf dem Markt die Symptome, und eben nicht die Ursache. Statt die Entzündungen im Körper zu besänftigen, arbeiten die meisten Kosmetika noch daran die Haut auszutrocknen, statt die Sebumproduktion zu regulieren. Denaturierter Alkohol soll alles abtöten was auf der Haut lebt, alkoholbasierte Reiniger auf Gelbasis entfernen die gesamte erste Hautschicht, und anschließend soll man am liebsten noch mithilfe flüssigem Petroleumgases den Teint ausgleichen. 
Man sollte sich doch fragen: warum reagiert meine Haut mit Schlaffheit, Trockenheit, Unreinheiten? Entzündungen sind ein Bekämpfungsmechanismus des Körpers gegen Fremdkörper und Krankheitserreger. Gegen was kämpft mein Körper denn da überhaupt? Und warum sollte man diesen natürlichen Wehrmechanismus unterdrücken, statt ihn zu nutzen um den Reizausllöser zu leliminieren? Wie kann man, von außen und von innen, dafür Sorge tragen, dass der Körper gesund funktionieren kann?
Das Bewusstsein dafür, dass das Werbeversprechen in der Kosmetik oft nicht dem verspricht was auf der Inhaltsstoffliste steht, entwickelt sich gerade erst. Bei der Ernährung hat sich das Bewusstsein auf Geschmacksverstärker, Farbstoffe und synthetische Zusätze schon durchgesetzt, in der Kosmetik jedoch bleiben die Chemiecocktails, Hormonbeeinflusser und Gifte weitestgehend noch unentdeckt (und von Greenwashing will ich gar nicht erst anfangen).
Dabei kann man verstehen, warum einige Chemiebomben enthalten sein müssen: Wenn ein Produkt 30 Monate im Regal steht, um dann geöffnet noch einmal 12 Monate haltbar zu sein, müssen da entsprechend starke Konservierer drin sein, damit die Formulierung nicht schimmelt. Frische Kosmetik ist dabei ein ganz anderer Ansatz, die das Weglassen der Chemiekeulen gerade erst möglich macht: kurze Haltbarkeit = weniger Konservierer.
Ich versuche also in meiner Kosmetik die Inhaltsstoffe auf diejenigen zu reduzieren, die besonders reizfrei, besonders natürlich, und besonders sanft den Körper in seinen natürlichen Funktionen unterstützen, und versuche mich dazu noch auf die Pflanzen zu beschränken, die in Deutschland oder im deutschen Umkreis zu finden sind. Nicht weil biologische Pflanzen anderen Ursprungs nicht toll wären, sondern weil ich so die Transportwege reduzieren und den ökologischen Fußabdruck minimieren kann. (Und weil ich nicht verstehe, warum man Blue Tansy einsetzt, wenn die heimische Kamille noch stärkere Wirkungsweisen aufweist.)
Die Zutaten meiner Kosmetik basieren dabei auf ein paar pflanzlichen Säulen:

  • Ätherische Öle:  Durch verschiedenste Methoden aus der Pflanze extrahiert sind ätherische Öle kraftvolle Helfer um die Haut zu heilen und die allgemeine Gesundheit der Haut zu fördern. Nicht nur stimulieren Sie durch den Geruchssinn direkt unser Nervensystem, sondern zusätzlich hat jedes ätherische Öl unterschiedliche Wirkungsweisen auf der Haut. Kamille zum Beispiel wirkt stark entzündungshemmend, Lavendel wirkt entgiftend, beruhigend und antibakteriell, und Teebaumöl entspannt, reguliert die Sebumproduktion und lindert Narben. Ätherische Öle werten viele Formulierungen mit weiteren Wirkungsweisen sinnvoll auf!

  • Pflegende Trägeröle: Diese Öle regenerieren und versorgen die Haut mit Nährstoffen und essenziellen Fettsäuren, während sie gleichzeitig die pflegenden Eigenschaften der essentiellen Öle in die Haut einschleusen: mithilfe körpereigener Enzyme werden die enthaltenen Fettsäuren verstoffwechselt. Umso ähnlicher das Fettsäuremuster des Öls dem unserer menschlichen Fettsäuren sind, desto besser geschieht die Aufnahme in die Hautschichten. Heimische entzündungshemmende, ausgleichende, heilende Öle sind Mandelöl, Traubenkernöl oder Kürbiskernöl, während Hagebutten, Wildrosenöl und Sanddornfruchtfleischöl die Kollagenbildung und die Zellerneuerung stimulieren.

  • Pflanzenwasser/Hydrolate: Diese blumigen, holzigen oder frischen Pflanzenextrakte entstehen bei der Wasserdampfdestillation von Pflanzenmaterial, die je nach Pflanze regenerativ, ausgleichend oder entzündungshemmend wirken. Statt harten Alkoholen oder radikalen Chemikalien mit unaussprechlichen Namen unterstützen Hydrolate sanft die Hautschutzbarriere. Kornblumenhydrolat, Lavendelhydrolat oder Kamillenhydrolat sind besonders hydratisierende, beruhigende und stimulierende, heimische Pflanzenwasser.

  • Pflanzenextrakte: Tinkturen, Glyzerite oder Pflanzenauszüge sind Extrakte aus Pflanzen, aus denen  nicht so leicht das ätherisches Öl entzogen werden kann: So kann die Wirkungsweise des Schachtelhalms, der Rosskastanie oder der Zaubernuss trotzdem für kosmetische Zwecke genutzt werden.
    Ich habe für mich entdeckt, dass natürliche Zutaten deutlich besser wirken. Die molekulare Struktur ist die des Menschen in vielen Ölen und Auszügen sehr ähnlich, weshalb die Wirkstoffe von der Haut schnell und leicht verstoffwechselt werden können und sich das Pflegen dann auch lohnt. Zu Unreinheiten neigende Haut muss zwar permanent gepflegt werden (wie ich in diesem Beitrag bereits erklärt habe), aber dennoch ist es kein immerwährendes Schicksal welches man annehmen oder mit Aggressivität bekämpfen muss. Pure, reizarme Naturkosmetik ist eine einfache und effektive Art und Weise die Balance der Haut wiederzufinden. 
 
Ich hoffe, dass Naturkosmetik auch euch hilft die eigene Haut besser zu verstehen! Schreibt mir doch, falls ihr etwas hinzufügen wollt, oder lest hier wie man seinen Arbeitsplatz für die Kosmetikherstellung richtig und keimfrei vorbereitet.
 

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