Momentan geht Selbstabholen nicht, da muss ich mir ein neues Konzept zu ausdenken... Ansonsten ist Versand wie immer ab 75€ umsonst! :)

Ein kleiner Laden am Berliner Hauptbahnhof


Ich habe einmal in einem kleinen Laden für eine französische Kosmetikkette gearbeitet. Auf 12 qm2 mitten am Hauptbahnhof Berlin war der Laden von der Kosmetikkette ein wenig vernachlässigt worden – die dunklen Eichenschränke waren alt, die Mosaikmuster verblasst und der Umsatz nicht so wichtig. Dort hab ich mit einer grünen Leinenschürze um den Bauch drei Monate lang bis abends um 10 mit Kunden geredet und Staub gewedelt und ich habe es geliebt. Für mich war der Laden so charakterstark, gemütlich und aussagekräftig. Später übernahm eine Freundin meinen Nebenjob, daher weiß ich, wie unglaublich langweilig derselbe Job für andere Leute sein kann, aber ich fand es herrlich: entweder die Leute waren in Eile und kauften schnell ein Geschenk für die Menschen an ihrem Ankunftsort (prima!) oder sie hatten Zeit bis zur Abfahrt und unterhielten sich mit mir.

Inzwischen stelle ich eigene Kosmetik nach meinen Maßstäben her.

Die Kunden und ich waren sehr ehrlich, denn ich musste sie ja nicht wie andere Läden übertrieben höflich zum Kauf überreden (meine Chefin sagte immer „Du kannst nicht so tun als wärst du ein Schmetterling wenn du eigentlich eine Bratwurst bist“). Daher erforschten die Kunden und ich die Antworten auf Fragen mit ziemlichem Ehrgeiz, hinterfragten die Inhaltsstoffe und suchten nach dem „Warum“, was einerseits zur Folge hatte dass ich ungewollt hohen Umsatz erzielte (Ehrlichkeit schafft Vertrauen!) und andererseits mit einigen Cremes der Kette irgendwie nicht mehr einverstanden war. Zwar wohl der größte Fan des Auftretens der Firma, verstärkte sich der Beigeschmack einiger merkwürdiger Inhaltsstoffe zunehmend. Und daher kommt es, dass wenn man mich jetzt fragt wie es nach dem Bachelor weitergeht, ich brav antworte „einen Master“ und insgeheim denke „ein kleiner Laden wie der damals in Berlin für Kosmetik, nur ohne Beigeschmack“.

Seit 2014 rühre ich inzwischen eigene Kosmetik, und ich finde es ziemlich wunderbar: so gerne rühre ich abends pflegende Cremes an. Und mein kleiner Laden ist inzwischen virtuell Wirklichkeit geworden. Es ist mir eine Herzensangelegenheit in der Kosmetikbranche für Veränderung zu sorgen – weg von Plastik, Füllstoffen und billigen Inhaltsstoffen (und trotzdem hohe Produktpreise) hin zu effektvollen Produkten ohne Füllstoffe, überall wo es geht direkt aus der Natur.

Vielleicht ist es ein wenig größenwahnsinnig sich den Giganten der Branche zu stellen, die mit viel Geld und Greenwashing, aber ich glaube fest daran, dass am Ende immer die Wahrheit siegt.

Lies hier wie es nun weitergeht mit Naturkosmetik München!

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