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Warum macht man Dermarolling?


Mit einem Dermaroller kann man dermarolling machen.

Nadeln - ugh. Aber ich finde, es tut gar nicht so weh! Der gesteigerte Durchblutung, die anschließend an ein Dermarolling auftritt, empfinde ich sogar als ganz angenehm - ähnlich wie das Gefühl, wenn ich joggen war und danach aussehe wie eine Tomate. Warm eben!

Diese Nadeln auf einem Rollkopf nennt man Dermaroller. Es ist sozusagen das Microneedling für Zuhause, und lasst es euch gesagt sein, es ist deutlich weniger invasiv wie das Pendant beim Arzt. Stück für Stück, Dermarolling für Dermarolling bekommen wir schönere Haut, statt einmal seine Haut maßgeblich zu verletzen. Aber fangen wir ganz vorne an:

Ein Dermaroller verursacht auf der Haut viele mikroskopisch kleine Löcher. Die sind zwar mit dem bloßen Auge kaum sichtbar, jedoch suggerieren sie der Haut eine großflächige Verletzung, ohne wirklich so schlimm zu sein, wie die Haut es vermutet. Denn die Haut reagiert nun mit gesteigerter Kollagenproduktion, um die kleinen Löcher schnellstmöglich zu schließen, denn Kollagen ist die Faser, die unser Gewebe zusammenhält. Und wo mehr Kollagenfasern in das Gewebe eingearbeitet werden, desto fester und straffer wird an der Stelle das Gewebe! Kleinere Falten, Schwächen im Bindegewebe, sowie kraterförmige Narben können so leicht aufgefüllt werden. 

Bearbeitet man mit dem Dermaroller Bereiche mit verheiltem Narbengewebe, hat man weiterhin den Vorteil den Körper daran zu erinnern an dieser Stelle noch einmal zu korrigieren: Narben sind für den Körper bereits „abgeschlossen", denn die Haut ist an der Stelle ja bereits schnellstmöglich geschlossen und das ist ja der einzige Sinn und Zweck von Narbengewebe: Löcher schnell schließen, egal wie das Resultat dabei aussieht. Ob unschön verheilt, spielt für den Körper erstmal keine Rolle mehr! Dermaneedling hilft hier das Narbengewebe zunächst zu durchstechen, um dann beim Heilungsprozess eine Linderung von Wulst- und Knotengewebe zu bewirken. Oft erkennt man anschließend dann eine Auflockerung des Narbengewebes und eine Linderung von ungewollten Erhebungen.

Und nicht zu verachten ist die Tatsache, dass man gerade wunderbar feingliedrige Verbindungen in tiefere Hautschichten geschaffen hat, die die Penetration von pflegenden Wirkstoffen vereinfacht. Arbeitet man nach Dermarolling in der Pflege mit dem Intensivöl oder dem Rosen Hydrogel, gewährleistet man eine Tiefenpflege, die ohne die Einstiche nicht zu erreichen ist. Besonders Wildrosenöl, der oftgenannte Wirkstoff gegen Narben und Pigmentflecken, wird nun besonders wirksam.

Dermarolling führt bei Haut zu einem ebenmäßigeren Hautbild.

Wie geht Dermarolling?
Ein paar Warnungen vorweg:
1. Verwende niemals einen Dermaroller auf aktiver, entzündlicher Akne 
2. Verwende nach Dermarolling immer einen Sonnenschutz, da die Haut empfindlicher auf UV-Strahlung reagiert
3. Rolle niemals länger als 2 Minuten auf einem Hautareal
4. Teile deinen Dermaroller mit keinem anderen Lebewesen, nicht mal der besten Freundin

1. Desinfiziere den Dermaroller, indem du ihn kopfüber in ein Glas mit 70% Alkohol steckst (oder dem Alkohol aus dem kleinen Basis-Set mit etwas destilliertem Wasser verdünnst). Lasse ihn dann in der dafür vorgesehenen Halterung an der Luft trocknen.

2. Reinige dein Gesicht mit dem milden Reiniger oder einem anderen pH-neutralen, barrierefreundlichen, nicht-schäumenden Reiniger. 

3. Benutze dann den antimikrobiellen oder den hydratisierenden Toner und nehme ihn für eine Tiefenreinigung mit einem Wattepad wieder ab. 

4. Desinfiziere dein Gesicht mit dem 70%° Alkohol und einem Wattepad. Das trocknet deine Haut aus, aber es ist notwendig, um zu verhindern, dass wir Bakterien in die Haut einarbeiten. Den Verlust an Hautfeuchtigkeit machen wir später mit dem Intensivöl wieder wett.

5. Beginne das Dermarolling. Ich empfehle keine Nadeln, die länger sind als 0,5mm für den Hausgebrauch zu verwenden, alle Nadeln, die länger sind, gehören für mich in eine Arztpraxis. Die von den 0,5mm Nadeln verursachten Schmerzen solltest du (mit Zähne zusammenbeißen) aushalten können.

Teile dein Gesicht imaginär in Abschnitte: Stirn, Wange links, Wange rechts, Kinn. Bearbeite immer einen Bereich zur Zeit. Rolle zunächst 10 Mal vertikal über eine Länge deiner Stirn. Rolle dabei immer in eine Richtung, und nehme den Roller dann wieder von deinem Gesicht hoch, und setze ihn für eine weitere Bahn an einer anderen Stelle neu an. Behandele so einen Bereich des Gesichts vollständig. 

Rolle dann horizontal nach dem selben Vorgehen. Also, wenn du deine Stirn vollständig vertikal gerollt hast, nehme dir erneut die Stirn vor und rolle horizontal. Achte darauf den Bereich der Augen und Tränensäcke auch wirklich auszusparen. Hast du das geschafft, müsste jeder Bereich deiner Haut 20 Mal behandelt worden sein - 10 x vertikal, 10 x horizontal! Insgesamt solltest du nicht länger als 2 Minuten an einem Bereich rollen. 

6. Wasche dein Gesicht danach mit nur Wasser oder einem Hydrolat. 

7. Massiere das Rosen Hydrogel behutsam in die behandelte Haut, oder sprühe einen der Toner auf. Benutze anschließend das Intensivöl oder das Lavendel Intensivöl. Die Haut ist nun besonders aufnahmefähig für Wirkstoffe.

Nun ist deine Haut vermutlich echt rot. Das ist okay, und normal, und es fühlt sich witzig an! Denke einfach an die gesteigerte Kollagenproduktion. Es kann auch sein, dass die Haut minimal anschwillt, auch das ist normal (und leider noch kein Hinweis auf Erfolg der Prozedur - trotzdem erzielen wir dauerhafte Effekte). Während der ersten Rötung und nach dem Versorgen der Haut gehen wir über zu Schritt

8. Reinige deinen Dermaroller mit warmen Seifenwasser, um die Hautfette und -proteine vom Roller zu entfernen und lagere ihn in der dafür vorgesehen Halterung.

Nun kann die Haut 1-3 Stunden rot sein. Das vergeht. Und voilà, nach regelmäßiger Anwendung sehen wir ein paar Effekte. Ich zumindest finde, dass sich nach .. 4 oder 5 Monaten der Anwendung meine Kinnlinie definiert hat, dass die Dellen auf meiner Stirn weniger geworden sind und sich das Hautbild ein wenig verfeinert hat. Findet ihr nicht auch?

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