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Wie bekommt man mehr Abonnenten?


 Die 8.000 Abonnentenmarke ist geknackt.

... der Titel ist ein bisschen blöd formuliert, entschuldigung, ich hoffe, so finden Naturkosmetik München mehr Leute bei Google! Aber tatsächlich soll es heute darum gehen: die Strategie im Februar und März zu erklären.  

Tatsächlich sind 4.000 neue Leute im März für mich wahnsinnig viel. Ich verfolge mehrmals täglich die Zahlen, schau mir an wer neu dabei ist, klick mich durch ein paar Profile und bedanke mich bei jeweils dem neuen Tausender, dass er oder sie dabei ist! Ein tolles Gefühl, gerade als so junge, frische Seite schon so viel Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen. Und es bringt ja auch deutlich mehr Spaß zu schreiben, wenn man weiß, es liest jemand mit!

Um den Titel nun aber ein wenig umzuformulieren: Wie kann jemand mit einer Idee für ein Produkt oder eine gute Sache dafür sorgen, dass er gehört wird? Und da ich nur aus diesem einen Fall berichten kann, dachte ich, erzähle ich den Werdegang von Naturkosmetik München aus meiner Sicht, und vielleicht erkennt man ja hier und dort für sich selbst eine Abkürzung, oder kann sich etwas abschauen.

Naturkosmetik München startete ohne kommerziellen Hintergrund. Bisher habe ich mich gefühlt wie die einzige Selbstrührerin in ganz Deutschland. Meine Idole waren höchstens per Mail erreichbar, und ich konnte mich mit niemandem über das, was ich neu gelesen hatte, neu angerührt hatte oder neu herausgefunden hatte mit anderen Menschen vom Fach austauschen. Es gibt zwar Foren, aber da war man irgendwie doch noch anonym. Und Familie und Freunde waren an dem Thema einfach nicht ausreichend interessiert, als dass eine angeregte Diskussion über Inhaltsstoffe Sinn gemacht hätte! Also startete ich den Account.


Am Anfang waren die ersten Follower meine Schwester, meine besten Freunde, und ein paar Leute, die meine ersten Posts durch Hashtags gefunden haben. Instagramaccounts sind neben dem Account, den man als persönliche Visitenkarte betreibt, eine schmale Grenze zwischen Cool und Peinlich, also habe ich zunächst nur drei Leuten davon erzählt (Hier der Fehler: viele Freunde haben die Seite später von sich aus gefunden, und waren ein wenig traurig, dass ich es nicht früher erzählt hab, sie hätten mich gern am Anfang unterstützt!)(und es wusste ja eh schon jeder, dass ich selbst rühre. Eine Gesellschaft profitiert enorm vom gegenseitigen Austausch, also warum nicht über mein sehr nützliches Hobby schreiben!)

Tipp #1: Menschen, die dabei sind ihren Traum zu erfüllen, sind niemals uncool, und bekommen Hilfe!

Dann dachte ich mir: wenn jemand auf die Seite kommt, sieht er ja bisher nur drei Posts. Die hat man in drei Minuten gelesen, und dann verliert die Seite ihren Reiz! Ich habe mir dann also in der Bahn, im Bus, im Café, auf dem Weg zur Arbeit, immer nebenbei Posts überlegt, die neue Leute auf der Seite vielleicht spannend finden könnten, sodass wenn jemand auf der Seite ist, Futter hat zum Durchlesen! Ist man vom Fach, fällt einem das nicht schwer, und vieles kann man nebenbei formulieren. Hier aber die Schwierigkeit: sobald man Produktentwickler ist, hat man eine andere Sichtweise auf Kosmetikprodukte: was geht, was nicht geht, was sinnvoll ist etc. Ich hab dabei versucht auszublenden was ich denke, und mir die Themen aus der Sicht eines Laien überlegt, um seine Fragen dann aus der Sichtweise eines Kosmetikproduzenten zu erläutern, statt mich direkt in technischen Details zu verlieren. Hier ist eine stabile Basis das Fundament für anschließende Ausflüge in die Komplexität der Sache :-)

Tipp #2: Eine Informationsgrundlage schaffen für Leute die neu auf die Seite kommen!

Nun zwei Tipps hintereinander: Man kann mit der App UNUM seine Instagram-Posts planen, und schauen wie die Bilder auf der Seite miteinander harmonieren! Dort kann man auch Posts planen (vorschreiben und später veröffentlichen), sodass man nicht täglich neue Texte schreiben muss. Auch Hashtags sammeln und per CopyPaste unter dem Bild veröffentlichen geht. Über die Instagram Insights kann man dann sehen, wie erfolgreich die Hashtags sind, also hier der Tipp:

Tipp #3: Immer die Maximalanzahl an 30 Hashtags benutzen, und seine Posts bei UNUM vorplanen. Aktivität auf der eigenen Seite signalisiert Instagram, dass die Seite für andere Nutzer wert ist, besucht zu werden!

Hashtags die bei UNUM gespeichert sind.

Inzwischen haben einige Leute mitbekommen, was bei mir passiert: Bei der Arbeit, einige wenige Freunde durch den Instagram-Algorithmus, hier und da. Da fing ich an mit Gewinnspielen: Ich hab kleine gerührte Dinge oder kleine Sets unter den Abonnenten verlost, wenn sie zwei Freunde unter dem Foto markieren, die dieser Seite noch nicht folgen. Puh, und da hatte ich Sorge, dass ich das Gewinnspiel veranstalte, und niemand mitmacht! Also habe ich das Gewinnspiel gepostet, und meine Freunde mussten die ersten Kommentare schreiben und ihre Freunde markieren, damit es auch Teilnehmer des Gewinnspiels gab! Gewonnen hat natürlich immer noch ein Zufallsgewinner, aber dass schon einige Leute mitgemacht haben, hat andere Leute zum mitmachen animiert. Das war für den Anfang auch sehr effektiv: Die ersten 500 Abonnenten kamen so auf Naturkosmetik München! 

Tipp #4: Nette Gewinnspiele sind am Anfang ein MUSS.

Als wir 500 Follower gefeiert habenAls wir 300 Follower gefeiert haben

So, und jetzt kommt der wichtigste Tipp: Nachdem man die ersten Nutzer hat, viel Input auf der Seite hat, sodass man ein bisschen auf der Seite stöbern kann, habe ich angefangen Instagram Promotions zu schalten. Hier fünf Euro, da nochmal, um zu schauen, wie es läuft. Bei mir stelle ich ein, dass Instagram die Seite Nutzern zeigt, die meinen Abonnenten ähnlich sind, und leitet die neuen Interessenten auf meinen Account weiter, wenn sie auf die Werbung klicken. Das hat unterschiedlich gut geklappt: Mir fiel auf, dass Videos deutlich besser laufen als Fotos, und Videos wo man kompakt etwas lernt besser funktionieren, als wenn ich vor mich hin rühre. Stellt man die Werbung auf 5 Euro für 5 Tage, kann man am Ende sehen, wie viele Leute den Post gesehen haben, daraufhin auf der Seite gestöbert haben, und daraufhin gefolgt haben. So blöd der Instagram-Algorithmus doch ist, er kennt die Leute ja ganz gut. 

Mit wachsenden Zahlen wird auch die Auswahl der Zielgruppe genauer, denn sobald mehr wirkliche Interessenten als die eigenen Freunde auf der Seite sind, erkennt Instagram genauer wem er die Seite zeigen soll!

Tipp #5: Instagram-Promotionen schalten!

Promotionsansicht bei Instagram

Mit dem Shop und der wachsenden Anzahl an Produkten kam nun ja auch Geld zurück (obwohl meine Marge immer noch mini ist und 5% jeder Box ja an die Hautkrebsforschung gespendet wird). Da fiel meinem Freund auf: Wenn wir für 5€ Werbung schalten, kriegen wir (Zahlen hier dienen der Veranschaulichung) 100 neue Abonnenten auf Naturkosmetik München, und von denen bestellt eine Person dann für 35€. 35€ im Shop für 100 neue Abonnenten bedeutet: Durchschnittlich bestellt ein neuer Abonnent für 0,35€ im Shop. Wenn wir für 5€ 100 neue Abonnenten bekommen (also 0,05€ pro neuer Abonnent), und der dann für 0,35€ im Shop bestellt, sind 0,30€ übrig! Das nennt man Return on Investment, und ist dann das wodurch wir bisher so gewachsen sind. Inzwischen wird alles, was nach Material, Post, Paket, Shopgebühr, Verpackung, Helferlein, Anleitung, Hautkrebszentrum etc. übrig bleibt in Instagram-Werbung investiert, damit wir weiterhin wachsen! Und das limitiert mich nur in meiner Arbeitskraft: wie schnell kann ich 8.000 Leuten schöne Pakete packen?

Tipp #6: Den Return on Investment rausfinden und so hinbekommen, dass dieser positiv ausfällt!

So, und was ich jetzt noch zu sagen habe: Seid so, wie ihr im echten Leben auch wärt. Marketing und Unternehmenssprache sind doch eh nur Rollenspiele. Ehrlich sein, respektvoll miteinander umgehen und sich wirklich Zeit für die Leute nehmen, denn sie kommen ja mit ernstgemeinten Fragen und mit Vertrauen zu dir. Es ist so schön sich mit neuen Selbstrührern und Selbstrührerinnen über mein liebstes Hobby auszutauschen, und ich suche gerne nach Lösungen für Hautzustände, die jemandem schon jahrelang Probleme bereiten und somit meine Zeit und meine Überlegungen bei jemand anderem wirklich einen Sinn stiften. Wie schön ist es für eine gute Sache zu kämpfen, und dabei Mitkämpfer zu finden. Und zu wachsen, und seine Nachricht verbreiten zu können. Dass am Anfang eines Start-Ups der Gründer kein Geld aus dem Unternehmen ziehen darf, sondern alles was übrig bleibt in Wachstum investiert, ist für mich selbstverständlich. 

Tipp #7: Gehe gemütlich auch die Umwege, die nicht direkt für mehr Geld in Shopify sorgen. 

Abonnentenzahlen am 02.04.2019

Gerade jetzt habe ich die Instagram Werbung ausgeschaltet. Wir sind bei 8.000 Leuten, und das ist doch mehr als genug! Mir ist es wichtig, dass ich mir für jeden Zeit nehmen kann, mit Ruhe die Boxen packen kann, die Nachrichten beantworten kann und auch noch die Namen erkenne von denjenigen, die hier dabei sind. Und es scheint als wäre da 8.000 Leute die optimale Größe :-) 

Und wer jetzt noch Zeit hat, kann hier lesen, was man gegen verstopfte Poren auf der Nase und trockene Wangen tun kann!

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