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Mandelöl


Hach, die Mandel! Mein allerliebstes kaltgepresstes Öl. Zur Gewinnung werden die Nüsse unter hohem Druck gepresst, ohne dass wie bei der Heißpressung Wärme zum Einsatz kommt, und anschließend auf Schwebstoffe (wie eventuelle Schalen oder Stückchen) gefiltert. 

Foto von Jorge Alvarez

Die Mandel selbst wächst an einem Strauch, an Standorten ähnlich dem Wein, wird aber seit den 50er Jahren nicht mehr kommerziell angebaut. Stattdessen stammt das meiste Mandelöl inzwischen aus den USA, dort wachsen sie gerne an sonnigen Berghängen auf steinigem Boden. Wenn man Glück hat und das Mandelöl nicht ein Gemisch aus allen weltweit verfügbaren Anbaugebieten ohne Herkunftsnachverfolgung stammt, kann man das qualitativ hochwertigste Öl aus Spanien beziehen.

Unterschieden wird bei der Mandel in drei Hauptsorten: die Süß-, Bitter-, und Krachmandel. Krachmandeln werden häufig gegessen, da die Schale schnell „kracht“, also sie sich gut maschinell knacken lässt. In der Kosmetik findet man sie jedoch nicht, genauso wenig wie die Bittermandel, denn diese enthält das Gift Amygdalin, welches enzymatisch verstoffwechselt Blausäure ergibt, und Blausäure will man nun wirklich nicht auf der Haut haben. Die süße Mandel hingegen eignet sich herrlich selbst für Babyhaut.

Foto von Valentin Silja von fünf Mandelkernen

 Das Öl selbst ist geruchlos je nach Qualität golden bis klar, leicht und ist nach Anbruch einer Flasche bis zu 10, meist aber 6 Monate haltbar. Es besteht aus bis zu 90% ungesättigter Fettsäuren, davon 62 - 86% Ölsäure, eine Omega-9-Fettsäure, die der Grund für das tolle Einziehverhalten von Mandelöl ist: es zieht tief in die stratum corneum ein und kann andere Wirkstoffe „mitziehen“, die sonst nicht annähernd so tief wirksam sein würden. Neben der Ölsäure findet man typischerweise 20-30% Linolsäure, Palmitin- und Stearinsäuren sind weniger vertreten. Kaltgepresstes, süßes Mandelöl ist nicht komedogen und enthält Alpha-Tocopherol, welches antioxidativ und hautschützend wirkt. 

Mandelöl ist also ein hervorragendes Basis-Öl: in der Kosmetik lindert es besonders trockene Hautzustände gewissenhaft. Es wirkt reizlindernd, befeuchtend und intensiv pflegend, und selbst Babyhaut (oder Haut die man wie Babyhaut behandeln möchte) ist für Mandelöl kein Problem. 

Foto von Emma Hernadi, die reparierende Feuchtigkeitscreme enthält Mandelöl.

In einer Emulsion verhält sich Mandelöl unkompliziert: bei kurzem Erhitzen gehen kaum Wirkstoffe verloren. Es erzeugt eine weiche, leichte Creme die schnell einzieht und kaum nachglänzt. Und wenn ihr mir einen Gefallen tun wollt: geht mit Mandelöl sparsam um, verschwendet es nicht. Benutzt keine Reste für die Bratpfanne, kauft es nicht raffiniert, und schätzt Mandelöl als das was es ist: eine Kostbarkeit. 

 

Kurzprofil
trockene, empfindliche, gereizte Haut, die aus dem Gleichgewicht gekommen ist

- gold bis farbloses, geruchsarmes Basis-Öl für Gesicht und Körper
- für Babyhaut geeignet
- über 90% ungesättigte Fettsäuren: Ölsäure (62-86%), Linolsäure (20-30%), Palmitinsäure (4-9%)
- Alpha-Tocopherol (32mg/100g)
- nicht-trocknend
- Nach Öffnung mindestens 6, höchstens 10 Monate haltbar

Süßes Mandelöl findet ihr im Intensivöl, im Lavendel-Intensivöl oder in der reparierenden Feuchtigkeitscreme

 

 

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